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Diözesanvorsitzende

 

Sigrid Egbers

Schöneberger Str. 2,  49134 Wallenhorst, Tel. 05407 - 2900

email: frauenbundOS(at)gmail.com

Hier finden Sie eine kurze Filmpräsentation, erstellt von den Frauen aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart,
einfach nur anklicken:
www.youtube.com/watch?v=GzZLkRYHitc&feature=youtu.be

Unterschrift für mehr Rentengerechtigkeit

 

Mehr Generationengerechtigkeit bei der Rente:

 Wir fordern drei Entgeltpunkte auch für Kinder, die vor 1992 geboren sind!

 Wer Kinder erzieht, leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Erst seit 1992 werden drei Jahre Erziehungszeit pro Kind bei der Rente berücksichtigt. Für jedes Jahr wird ein Entgeltpunkt angerechnet. Das bedeutet nach heutigem Rentenwert, dass man 82,41 Euro im Westen und 73,11 Euro im Osten pro Kind als monatliche Rente erhält.

Für Kinder, die vor 1992 geboren sind, wird bislang nur ein Jahr Erziehungszeit, also nur ein Entgeltpunkt angerechnet. Die konkreten Zahlen verdeutlichen die soziale Ungleichheit:  Nur 27,47 Euro, bzw. 24,37 Euro sind als Rente für die Erziehungszeit pro Kind vorgesehen. 

 

 

Frauen haben in der Vergangenheit die Hauptverantwortung für Familienarbeit übernommen.

 Dazu haben sie in der Regel bei Familiengründung ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben oder erheblich reduziert. Die 1992er-Regelung betrifft insbesondere die Generationen von Frauen,

 • deren Erwerbsbiografien vor allem im Westen lange Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehungszeiten aufweisen.

 • die in den 1970er und 1980er Jahren kaum Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Beruf hatten, da Kinderbetreuungsplätze und familienpolitische Maßnahmen, wie etwa Elterngeld und Erziehungszeit, fehlten. 

• die wegen der Arbeitsmarktsituation wenig Chancen auf einen Wiedereinstieg nach längeren Familienzeiten in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis hatten.

 

 Verschärft wird die Situation noch für die Frauen,

 • die ab dem Geburtsjahrgang 1947 bereits von der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters betroffen sind.

 • die ab dem Jahrgang 1962 von der Absenkung der Hinterbliebenenrente betroffen sind.

 • die als Alleinerziehende auf eigenständige Rentenansprüche im Alter besonders angewiesen sind. 

 

 

Wir fordern deshalb, auch für Kinder, die vor 1992 geboren sind, in der Rente drei Entgeltpunkte anzurechnen,

 • um Rentengerechtigkeit zwischen den Generationen herzustellen.

 • um Rentengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern herzustellen. Die eigenständigen Rentenanwartschaften von Frauen liegen heute im Durchschnitt knapp 60% unter denen der Männer.

 • um die drohende Altersarmut der Frauen, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, zu verhindern und so die Sozialsysteme zu entlasten. 

• weil die betroffenen Frauen von den jetzt diskutierten Rentenplänen der Regierung wie z.B. der Zuschussrente kaum profitieren werden, da sie etwa die dafür notwendige Voraussetzung der 35-jährigen Pflichtbeitragszeit in der Regel nicht erfüllen.

 • damit die Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung, „bessere Anerkennung von Erziehungsleistung in der Rente“ zu schaffen, auch umgesetzt wird. 

 

Unterstützen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift!

Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion, zur Übergabe an die Bundesregierung sowie die Möglichkeit, auch online zu unterschreiben, finden Sie auf www.kfd.de und auf www.frauenbund.de. Die Aktion läuft bis zum 15. Juni 2012.

 

Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Quelle: KDFB

 

 

Köln, 19.3.2012 – Der Bundesausschuss des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) befasste sich bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Thema „Pflege“ als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und fordert die Bundesregierung, Unternehmen und Sozialpartner auf, in ihren Verantwortungsbereichen politische und strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine zukunftsfähige Gestaltung der Pflege möglich wird.

Angesichts des demografischen Wandels, der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sowie  der Vielfalt gelebter Familienmodelle muss es nach Auffassung des KDFB ein gesellschaftliches Ziel sein, den gesamten Bereich der Pflege sowohl für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige sowie für haupt- und nebenberuflich tätige Pflegekräfte zukunftsfähig zu gestalten. „Frauen sind in diesem Bereich besonders betroffen: zum einen tragen sie ein deutlich höheres Pflegerisiko als Männer, zum anderen übernehmen sie bislang die Hauptlast der Pflegeleistungen in unserer Gesellschaft“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Vor diesem Hintergrund bestärkt der Frauenbund seine bisherigen Positionen zum Thema „Pflege“ und fordert die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, der Komplexität des Pflegealltags in Deutschland mit erweiterten Maßnahmen stärker gerecht zu werden.

„Wir begrüßen bereits getroffene Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegesituation in Deutschland, sehen aber notwendige weitere Schritte, die stärker als bisher auf die Vielfalt von Gesellschaft ausgerichtet sein müssen und die Frauen und Männer aller Altersstufen in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Lebensräumen berücksichtigen“, stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Der Verband tritt dafür ein, dass Pflege als wechselseitige Ergänzung von häuslicher, ambulanter und stationärer Pflege verstanden und getragen wird. Insbesondere die Pflegeverantwortung im häuslichen Bereich dürfe nicht weiter individualisiert werden und zu einseitigen Lasten der dort pflegenden Frauen und Männer gehen, so Flachsbarth.

Nach Meinung des Frauenbundes müssen Pflegeleistungen mit anderen gesellschaftlichen Sorgearbeiten rechtlich gleichgestellt werden. Dazu gehört insbesondere ein verbindlicher Rechtsanspruch auf die seit dem 1.1.2012 eingeführte Familienpflegezeit, wobei der Kreis der anspruchsberechtigten Pflegenden auch auf Personen ohne verwandtschaftliche Beziehungen ausgeweitet werden soll. Außerdem setzt sich der Frauenbund dafür ein, die Anrechnung von Pflegearbeit bei der Rentenanwartschaft mit einem Entgeltpunkt pro einem Jahr Pflege entsprechend der derzeitigen Regelung für Kindererziehungszeiten ab 1992 gleichzusetzen.

Weiter fordert der KDFB, die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit  zu verbessern, z.B. durch eine flexiblere Ausgestaltung der maximal sechsmonatigen Pflegezeit, so dass die Pflegezeit abschnittsweise und/oder alternierend mit anderen Familienangehörigen in Anspruch genommen werden kann. Auch die Anpassung und Ausweitung von Maßnahmen auf Pflegende ohne Einkommen aus Erwerbstätigkeit, wie Familienfrauen und –männer, Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen und/oder Rentnerinnen und Rentner zählt zu dieser Verbesserung.

Unabdingbar ist für den Frauenbund auch die Aufwertung des Berufsfeldes der in der Pflege Tätigen. Dies umfasst besonders eine höhere Entlohnung, verbesserte Arbeitsbedingungen und Entlastungsmöglichkeiten der Pflegekräfte. Auch die Anhebung des Ausbildungsniveaus und der Ausbau der Pflegewissenschaft könne, so Flachsbarth, dem vorhersehbaren Mangel an qualifizierten weiblichen und männlichen Pflegekräften entgegenwirken.

Ute Hücker, Pressereferentin

Tag der Diakonin



 

 

Mit mehreren Frauen des Frauenbundes St. Alexander Wallenhorst und St. Josef Hollage unternahmen wir vor kurzem eine Tagesfahrt nach Esterwegen und Papenburg. Wir wollten in Esterwegen die Gedenkstätte besichtigen, die sich am Ort eines ehemaligen Lagers der NS-Zeit befindet und in Papenburg am „Tag der Diakonin“ teilnehmen. Was erwartete uns bei diesen ganz verschiedenen Veranstaltungen?

InEsterwegenempfingunseinMitarbeiterdesDokumentationszentrumsPapenburg,derunsdurchdieGedenkstätteführte.

An diesem Ort befand sich damals eines der ersten Konzentrationslager, später war es Strafgefangenen- und Kriegsgefangenenlager. Die Häftlinge wurden zur Moorkultivierung gezwungen und mussten unter menschenunwürdigen Zuständen ihr Leben verbringen.

Unsere Führung begann im Außengelände. Wo sich einst die Lagermauer befand, stehen heute auf Teilstücken riesige Stahlplatten. Auch das Eingangstor wird mit 7 m hohen Stahlplatten dargestellt. Wenn man davor steht, löst es das Gefühl aus: ich bin klein, ohnmächtig, es gibt für mich kein Entrinnen.

Viereckige „Baumpakete“ stehen dort, wo sich die Baracken befanden. Das ganze Gelände zwischen den „Baracken“ ist eingeebnet und mit rot-braunen Lava-Steinen aufgefüllt. Das symbolisiert die öde weite Moorlandschaft. An der Lagerstraße lasen wir auf Informationstafeln, wie es im Lager zuging, schikaniert, misshandelt wurde.

Über das Schicksal einzelner Häftlinge und über die Geschichte der Emslandlager konnten wir uns anschließend in der Hauptausstellung ausführlich informieren.

Eine Wand mit Fotos von 200 Häftlingen fiel uns hier auf. An jedem Foto ist der Name genannt. Als die Menschen ins Lager kamen, hat man ihnen eine Nummer verpasst, gedemütigt, sie waren ein „Niemand“. Mit diesen Bildern soll ihnen ein Stück Würde zurück gegeben werden.

Auf dem Gelände der Gedenkstätte hat das Bistum Osnabrück ein Kloster errichtet. Schwester Veronika von den Mauritzer Franziskanerinnen begrüßte uns hier sehr herzlich. Die Schwestern gedenken der Leiden der Häftlinge und beten für Frieden. Sie stehen Besuchern für Gespräche zur Verfügung – als heilender Dienst.

Schwester Veronika führte uns in den Raum des Gedenkens, wo wir das „Lied der Moorsoldaten“ sangen. Mitten im „Raum der Sprachlosigkeit“ liegt ein Schienendrehkreuz aus alten Moorbahnschienen. Eine aus dickem Holz nachgebaute Torflore dient als Altar. Für alle leidenden Menschen beteten wir hier ein „Gegrüßet seist, du Maria“. In der Kapelle hängt ein ganz besonderes Kreuz. Es wurde aus einem Baum aus den Ardennen gefertigt, in den eine Granate eingeschlagen hatte.

Wir waren sehr beeindruckt von der Gestaltung der Gedenkstätte und des Klosters.

Alles erinnert daran, sich für Menschenwürde und Frieden einzusetzen.

 

 

 

(Sich für andere Menschen einsetzen

Erinnern und gedenken, hilft die Gegenwart/Zukunft zu gestalten.)

 

 

 

 

 

Anlässlich des TagesderDiakonin hatte  uns der Zweigverein Papenburg zu einer 

Veranstaltung eingeladen. 

Nach reichlich Kaffee und Kuchen berichteten 

Maria Kruthaup und Sigrid Egbers ausführlich

über das Leben der hl. Katharina von Siena.

Katharina fühlte sich von Gott berufen, in der Kirche zu wirken,

das zu sagen und zu fordern, wozu sie beauftragt worden war. Mit aller Kraft setzte sie sich für ihre Anliegen ein.

Am Gedenktag der hl. Katharina von Siena feiert der KDFB seit

einigen Jahren den  Tag der Diakonin und setzt sich für die Zulassung von Frauen

zum diakonischen Dienst in der Kirche ein.

 

 



 

Der Einladung zum Tag der Diakonin nach Papenburg folgten die Mitglieder aus Wallenhorst, Hollage, Bremen und Osnabrück  gerne und verbanden die Fahrt ins Emsland gleich mit einem Besuch der Gedenkstätte und des Klosters Esterwegen.